|
|
|
Durch die Zeit hindurch veränderten Kamin ihre Funktion. Waren Sie vor Jahrhunderten ein rein funktionelles Element, so sind sie heute die schönste Art Lebensräume zu erwärmen. Ein brennender Kamin ist immer gemütlich, heimlich und pures „zu Hause Gefühl“. Den antiken Kamin gibt es nicht. Kamine unterlagen im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Strömungen und Einflüssen, sowohl durch Kunst und Architektur. Im frühen Mittelalter befand sich der Kamin zentral in Wohnbereich. Über die Gotik und Renaissance hinweg veränderte sich ihr Stil. Die Materialien waren vielfältig: luxuriöse Kamine z. B. aus italienischem Marmor, rustikale Sandstein- oder Kalksteinkamine und verzierte Holzkamine aus Eiche oder Weichholz. Durch die Westeuropäische Geschichte, drückten vor allem französischen Könige, ihre Stempel auf diese Periode. In der erste Hälft des 17. Jh. regierte Ludwig XIII. Er war der Namensgeber für diesen Stil. Es war ebenfalls der Beginn des Barock. Die Ornamente sind zahlreich und aufwendig. Doch gleichzeitig gibt es auch Liebhaber für perfekte symmetrische Proportionen. Barock war die Zeit in der man in der Architektur und Kunst den Menschen imponieren wollten. In dieser Periode legte man großen Wert auf echte Meisterschaft. Extravaganter als seine Vorgänger sind die Kamine aus der Periode von Ludwig des XV. In dieser Zeit war der Rokoko in voller Blüte. Keine Symmetrie sonder Asymmetrie. Zu dem liebte man den Überfluss von überschwänglichen Motiven mit unendlich vielen Verzierungen. In der 2. Hälfte des 18. Jh., zur Zeit Ludwig XVI, begann der Klassizismus. Dieser Stil setzt sich ab gegen den das manchmal sehr verspielte des Rokoko. Klarheit, Symmetrie und sehr geradlinige Formgebung waren der Kernworte obwohl auch subtile Verzierungen keine Seltenheit waren.
Noch immer erfreuen sich historische Kamine aus vielen Epochen großer Beliebtheit.
|
|