Historische Baustoffe aus Holz/ 2013-07-09

Fachwerk, Dielen, Bretter, Bohlen, Parkett, Täflungen, Paneele, Deckenvertäflungen, Türen und Fenster, Portale und Treppen. Kulturhistorisch gesehen zählen Gehölze wohl zu den ältesten genutzten Pflanzen. Als vielseitiger, insbesondere aber nachwachsender Rohstoff stellt Holz bis heute eines der wichtigsten Pflanzenprodukte dar. Gute Holzqualität braucht Zeit und entwickelt sich parallel zum langsamen Wachstum des Baumes. Dadurch ist altes Holz oft härter und schöner in der Maserung.

Zimmerleuten stellten Fachwerkhäuser und Dachkonstruktion her. Tischler fertigten Fenster, Türen, Böden, Treppen und Decken. Wertvolle Hölzer, wie Eiche, Kirsch-, Nussbaum wurden für maßangefertigte Möbel verwendet. Die Verarbeitung war aufwendig, Oberflächen wurden handpoliert und mit Beschlägen aus Metall und Facetteglas Scheiben bereichert.

Heute haben diese außergewöhnlichen Einzelstücke bei Sammlern einen hohen Wert. Sind Sie älter als 100 Jahre, bezeichnet man Sie als Antiquitäten.

Eine lange Tradition haben Fußbodendielen und Parkettböden. Durch behutsame, sachgemäße und selektive Bergung wurde die historische Substanz erhalten und von dem Untergang gerettet. Die Aufbereitung und die Lagerung sind arbeitsintensiv. Verantwortungsvolle und moderne Architektur verwendet die historische Substanz als gestalterisches Element.
Unsere Aufgabe ist es, dem historischen Material einem Platz in Bauten zu geben, in denen heute gelebt und gearbeitet wird.